Als eine der wenigen noch verfügbaren Potenzialflächen für weiteren Wohnungsbau am Stadtrand ist das Warnitzer Feld seit 2020 Gegenstand städtebaulicher Planungen. In 5,6 km Entfernung zum Stadtzentrum soll am nordwestlichen Stadtrand Schwerins im Ortsteil Warnitz auf einer vormals landwirtschaftlich genutzten Fläche ein attraktives, zukunftsgerichtetes Wohnquartier mit rund 1000 Wohnungseinheiten entstehen. Die Planungen waren zwischenzeitlich unterbrochen und wurden auf Beschluss der Stadtvertretung nach intensiven politischen Diskussionen wieder aufgenommen.
Nun liegt der Entwurf des Bebauungsplans für das künftige Wohnquartier vor und wird in den nächsten Sitzungen der städtischen Gremien diskutiert. Noch vor der Sommerpause wird der Veröffentlichungsbeschluss des Hauptausschusses erwartet, danach erfolgt die öffentliche Auslegung des Entwurfs und Veröffentlichung auf der Internetseite der Stadt. Somit geht die Öffentlichkeitsbeteiligung in die nächste Phase.
Ziel der Planung ist es, im gesamten Plangebiet durch die Bildung von räumlich ablesbaren Quartieren strukturell gemischte Nachbarschaften zu entwickeln. Das soll durch einen Mix von Wohnformen erreicht werden: Es sollen Doppel-, Reihen-, Kettenhäuser und ähnliche Gebäudetypen aber auch mehrgeschossige Wohngebäude in jeweils unterschiedlicher Anzahl errichtet werden.
Mit dem Bebauungsplan werden die planungsrechtlichen Voraussetzungen für die Entwicklung eines Wohnquartiers geschaffen. Das Quartier gliedert sich in sieben Wohnquartiere, die sich um eine urbane Mitte gruppieren. In dieser Quartiersmitte ist eine durchmischte Bebauung mit Flächen für Dienstleistungen, soziale Infrastruktur, Wohnen sowie ein Quartiersplatz vorgesehen.
Die Wohnquartiere sind durch großzügige, vielfältig gestaltete Freiflächen räumlich separiert, die unterschiedliche Freiraumfunktionen übernehmen. Gleichzeitig werden sie durch ein integriertes Netz aus Geh- und Radwegen miteinander verbunden. Dies schafft eine hohe Aufenthaltsqualität und gewährleistet darüber hinaus den Anschluss an den umliegenden, bereits bebauten Siedlungsbestand des Ortsteils. Eine ringförmige Erschließung und zentrale Gemeinschaftsgaragen sollen den Flächenbedarf und den Stellplatzbedarf in den Wohnquartieren reduzieren.
